Musik ist für die schulische Bildung unverzichtbar, weil durch sie der Mensch in seiner Ganzheit erfasst und gefordert, zu sozialem, kommunikativem Handeln befähigt und in seiner Persönlichkeitsentwicklung gestärkt wird.
Ausgehend von den musikalischen Erfahrungen der Schüler/innen (z. B. im Elternhaus, in der Früherziehung der Musikschule, in der Grundschule und in der Freizeit) werden vor allem die Freude am Musizieren (Umgang mit Instrumenten, eigene Gestaltungsversuche und Klangexperimente), am Musik hören (bewusst wahrnehmen, unterscheiden), an der Bewegung nach Musik (Modetänze, Tänze verschiedener Stilrichtungen, Epochen, gestisches Gestalten von Liedern) und die Neugierde auf neue Erfahrungen mit Musik geweckt und erhalten.
Bei musikalischen Aktionen werden Fertigkeiten entwickelt, sich an Verabredungen zu halten, angemessen zu agieren und zu reagieren. Über den Musikunterricht hinaus wird das Instrumentalmusizieren und Singen im Chor gefördert und somit das Schulleben bereichert.
Unterrichtsgänge (z. B. Besuch einer Generalprobe des Städtischen Orchesters) dienen der Intensivierung musikalischer Erfahrung.
In einer von Medien weithin bestimmten Welt versucht der Musikunterricht zum bewussten und kritischen Umgang mit diesen Mittlern und neuen Technologien anzuleiten. Ebenso leistet der Musikunterricht einen Beitrag zur Berufsorientierung, indem er die Schüler/-innen mit Berufsbildern vertraut macht, bei denen Musik eine wichtige Rolle spielt.


